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DIE ARCHITEKTUR

 

Architekt Reinhardt Honold zu
seiner Pettneuer Arbeit

 

   
   

 

Als mir die Räumlichkeiten im Keller des Widum mit der Frage gezeigt wurden, ob ich sie für geeignet halte, eine Galerie darin unterzubringen, war mir sofort klar, wo die Hauptprobleme liegen: in der zu geringen Raumhöhe und der unzumutbaren Eingangssituation. Deshalb setzt mein Entwurf genau dort an. Außerdem ist mir wichtig, dass nicht nur Ausstellungen, sondern auch kleine kulturelle Veranstaltungen aller Art darin stattfinden können. Es entsteht also ein Raumgefüge, das die Konzentration auf das Wesentliche fördert. Wegen der relativen Kleinheit des Raumes setze ich auf konsequente Zurückhaltung in allen Fragen der konkreten Umsetzung. Die Zugänglichkeit vom zentralen Ortsraum wird es den Menschen leicht machen, den Weg in den KUNSTRAUM zu finden. Hier geht es darum, die Schneise mitten durch den Vorgarten des Widum nicht als trennendes, sondern als verbindendes Element zwischen den beiden Hälften des Gartens zu sehen. Deshalb der Tisch. Ich freue mich, dass die Gemeinde Pettneu am Arlberg die erforderlichen Geldmittel zur Realisierung bereitstellte und bewundere den enormen Arbeitsaufwand der Mitglieder der ursprünglichen Initiativgruppe (jetzt Verein KUNSTRAUM Pettneu). Ich bin sicher, dass genügend inhaltliches Potential da ist, um diesen Raum zu einem Ort des kultivierten gesellschaftlichen Diskurses werden lassen.